Posts by Schrauber

    Make the Chevy drive again.

    Da der Braune jetzt ca 5 Jahre stand, war nix mehr mit schnell mal Batterie einbauen und starten um ihn auf die Hebebühne zu bringen und ihn wieder Pickerlfit zu machen. Mit Sprit direkt in den Ansaugtrakt lief er immer kurz aber eigenständig über den Vergaser kam kein leben in die Zylinder.


    Erstmal den Vergaser abgebaut:




    Zerpflückt:



    Das Ergebnis, wenn immer wieder nur zum umschlichten kurz gestartet wird, dann der Sprit wieder vertrocknet und das Fahrzeug dann lange stehen bleibt:



    Was noch aufgefallen ist, die Welle für die Klappen ist ausgeschlagen.



    Teile wie Dichtsatz, Buchsen und Reibahlen sind schon mal bestellt, aber das wird nun etwas dauern bis die Teile kommen.

    Quote from schrauber30

    Demnächst folgt dann hier wohl die Fehlersuche.


    Und das war ein Theater.

    Zur Erinnerung, die rote "GEN" Lampe für die Lichtmaschine leuchtet bei laufenden Motor.

    Meine erste Annahme war, dass sich der eine oder andere Metallspan in die Lichtmaschine verirrt hat, als ich die Sache mit dem Kühlwasseranschluss unlängst repariert habe, denn da musst ich mit der Flex unweit der Lima schneiden. Ich hatte sie zwar abgedeckt aber dennoch war es nicht auszuschließen, dass so mancher Funke ins Innere eindrang.


    Die Lichtmaschine zerlegt und mit Druckluft und Bremsenreiniger alles gesäubert:



    Soweit hat Alles gut ausgesehen und auch das Durchmessen war ohne Befund. Die zusammen und wieder eingebaute Lima lieferte aber wieder keinen Saft. Beim Suchen nach Schaltplänen bin ich aber dann darauf gestoßen, dass der Silberne einen externen Spannungsregler für die Lima haben sollte, wobei ich aber keinen finden konnte. Weder im Motorraum, noch im Fußraum beim Sicherungskasten war einer zu sehen. Auch der Ausbau des Handschuhfaches half nichts. Ich vermutetet den Einbauort dort, weil der Kabelbaum vom Motorraum dort in das Innere geführt wird. Beim kramen in den Kisten mit Ersatzteilen fand ich dann auch 2 gebrauchte Spannungsregler und so war klar, da muss doch einer im Auto verbaut sein.


    Eines der Ersatzteile wo auch mal jemand "OK" drauf gekritzelt hat:



    Ob jetzt ein externer Regler verbaut ist oder nicht wurde noch unklarer als ich in einem Schaltplan eine Zeichnung fand, dass die Lima einen 4 poligen Stecker hat, wenn der Regler extern sitzt und einen 2 poligen Stecker, wenn der Regler in der Lima integriert ist. Die verbaute Lima hat einen 2 poligen aber ich fand in ihr keinen Bauteil, der ein Regler sein könnte.

    Anhand der Hitachi Nummer fand ich dann eine Beschreibung der Lima im Netz und da stand geschrieben "ohne Regler".

    Mehr Wiedersprüche sind nicht mehr möglich, die Verwirrung war perfekt und dabei stand ich immer in Griffweite des Reglers.


    Direkt vor den Augen aber doch verborgen:




    Im Hohlraum hinter der Batterie, die im eingebauten Zustand den Deckel "versteckt" sitzt er.

    Eigentlich gut, denn da sitzt er geschützt aber wenn man es nicht weiß, auch ein gutes Versteck.



    Den Regler ausgebaut, geöffnet und die Messungen mit dem Teil aus der Ersatzteilkiste verglichen.

    Erstaunlich wie schön das nach über 40 Jahren aussehen kann, wenn es gut geschützt ist unter der Abdeckung mit Dichtung.

    Das Messergebnis war dann, entweder beide gut oder gleich kaputt, denn ich hatte an den jeweiligen Kontakten die selben Messungen beim Vergleich beider Teile.



    Ich hab dann dennoch die völlig oxydierten Kontakte des Ersatzteils aus dem Stecker ausgestoßen und gereinigt um diesen Regler im Auto zu testen.



    Auch dieser Versuch brachte nichts, immer noch keine Ladung. So verbaute ich eine alte Lichtmaschine, jene die verbaut war als ich das Auto kaufte. Diese habe ich damals aber erneuert da sie knapp 16 Volt in die Batterie drückte und das geht auf Dauer nicht gut. Aus jetziger Sicht, wo ich den externen Regler kennen gelernt habe, war das völlig Sinnbefreit und nur ein Zufall, dass die damals neue Lichtmaschine um die 14 Volt lieferte, denn diese Regler kann man einstellen.


    Einstellschraube mit Kontermutter:



    Da das Kabel sehr kurz ist, der Regler dabei knapp am Pluspol der Bat. ist und man den Motor laufen lassen muss zum einstellen habe ich eine Gummimatte untergelegt und dennoch ist es unlustig unter Strom daran zu hantieren. Die Einstellung ist sehr empfindlich und sobald man die Mutter zum sichern der Einstellschraube anzieht, wandern die Volt wieder etwas nach oben. Aber mit etwas Geduld hatte ich dann im Leerlauf 13,2 Volt ....



    und bei erhöhter Drehzahl 14,6 Volt.


    Jetzt läuft er wieder wie er soll und wenn ich Zeit finde, werde ich mir die defekte Lichtmaschine, welche gerade mal 10.000 km drauf hat noch mal genauer ansehen.

    Ja, auch bei Ford sollte der selbe Verteiler und auch Dose verbaut sein, muss mal nachsehen ob ich am Verteiler eine Nummer finde, denn auf der Dose ist keine die Google kennt.

    Da die Unterdruckdose für die Zündzeitpunktverstellung nicht mehr funktioniert, wollte ich mal nachsehen ob man das theoretisch reparieren könnte falls mal kein Ersatz zu finden wäre.

    Verlieren kann man bei so einem Versuch nichts, denn jetzt ist die Dose kaputt und im schlimmsten Fall ist die Dose danach kaputt.


    Den verpressten Rand aufgebogen, die Dose geteilt und das Innenleben (Membran und Feder) rausgenommen. Ich hätte mir an der Membran einen sichtbaren Schaden wie einen Riss erwartet aber auf den ersten Blick sah sie gut aus.



    Die Membran auf eine Taschenlampe gelegt und ...



    ... doch noch was gefunden, viele sehr kleine Löcher die man als helle Punkte erkennen kann.



    Mit sehr dünnflüssigen Silikon die Seite der Membran die gegenüber der Saugseite liegt dünn bestrichen.



    Die Dose wieder zusammengebaut, den Rand umgepresst und mit einer Spritze getestet.

    Ruhestellung ohne Unterdruck:



    Mit Vakuum beaufschlagt fährt der Arm wieder bis zum Anschlag zurück und hält auch dicht.



    Somit wäre die Dose repariert und würde den Zündzeitpunkt wieder nachstellen aber wenn ich eine Neue finde, wird auch eine Neue verbaut.

    Und aufgrund dieser Regelungen in Japan ist die Ersatzteilsituation für alte Autos sehr schwierig.

    Dabei gab es so schöne kleine "Reiskocher" in den 70er und 80er Jahren.

    Im April hätte der Datsun in einem Film dabei sein sollen aber da war noch die Sache mit dem undichten Kühlwasseranschluss. Und vor langer langer Zeit war er im Film "wie man leben soll" auch kurz zu sehen.


    Ja, die Bremse ist schon was sehr "Eigenes" und zeichnet sich aber auch nicht durch besondere Leistung aus.

    Da wollte sich der Konstrukteur wohl profilieren.

    Unlängst wurde ich gefragt ob der Silberne Lust und Zeit hat um bei einem Fotoshooting für Sportbekleidung den Hintergrund auf zu hübschen und der Silberne hatte Zeit. Das Ganze war relativ kurzfristig angelegt und bei einer kleinen Probefahrt stellte ich noch fest, dass rechts vorne der Bremssattel nicht locker lassen wollte und das kann man einen Tag vor dem Termin mit einer ca 40Km langen Anreise gar nicht brauchen.

    Nach einer 10km Testfahrt war die linke Bremsscheibe auf ca 40 Grad und die rechte auf über 90 Grad und man merkte beim langsamen ausrollen, dass der kleine am Ende spontan stehen blieb ohne Kontakt der Fußsohle zum Bremspedal.


    Bremssattel ausgebaut und ...




    .. zerlegt.




    Die Problemstelle, den durch Rost aufgequollenen Außenring ....




    .. blank gemacht und ...




    ... den Sattel wieder zusammengebaut.




    Die witzige Konstruktion der 2 Kolben die auseinander drücken und der innere Kolben über den Bügel den äußeren Belag andrückt eingebaut und ...




    ... eine weitere Testfahrt zeigte den Erfolg, beide Seiten ca gleich warm bei 50 Grad.




    Bilder vom Shooting selbst darf ich noch nicht zeigen aber den Silberfisch alleine.




    Und das passiert, wenn man das Auto mit geschlossenen Fenster zu lange in der Sonne stehen lässt und sich die Luft darin ausdehnt, dann wird aus dem Silberfisch ein Kugelfisch.




    Funfact am Rande:

    Bei der Anfahrt zum Fototermin ist ca 5 Km vor dem Treffpunkt die Lichtmaschine ausgefallen (rotes "GEN" Licht blendete mich plötzlich derb) und im Vorfeld wurde ich schon informiert, dass man beim Shooting, welches für die Nachtstunden angesetzt wurde, auch das Licht vom Fahrzeug braucht um reflektierende Elemente der Kleidung besser zur Geltung bringen zu können. Also idealer Zeitpunkt für das versiegen der Stromquelle im Auto. Jedoch hatte ich eine 2. Batterie vorsorglich mitgeführt, da so eine Bilderschiesserei länger dauern kann und wenn man dazu das Fernlicht braucht, kann das nicht gut enden. Mit etwas zittern habe ich aber dann auch den Heimweg von ca 40km per Batterie geschafft, da der Datsun nur Licht und den Zündfunken von der Bat. versorgte und die mechanische Benzinpumpe unbeeindruckt vom Strommangel blieb.

    Demnächst folgt dann hier wohl die Fehlersuche.

    Zündverteiler ausgeleert.




    Die Unterdruckdose für die Zündzeitpunktverstellung mittels Spritze vakuumunisiert und festgestellt ... kaputt.




    Die Fliehgewichte gereinigt, an den Auflageflächen gefettet und wieder eingebaut.




    Diverse Einzelteile gesäubert und an den Drehpunkten geschmiert.




    Der Kontakt vom alten Unterbrecher gleicht einer Mondlandschaft.




    Alles wieder eingefügt aber noch nicht eingestellt.


    Mein D Rekord von 1978 in 2türiger Limonaden Form und mit 1,9 Liter Triebwerk soll im laufe des Jahres ein ausführliches "Service" bekommen und soll dann wieder am Straßenverkehr teil haben. Da mein Fuhrpark mit derzeit 13 Fahrzeugen schon etwas viel Zeit in Anspruch nimmt, wird der Rote dann vermutlich mit frischen Pickerl abgegeben.


    Der Motorraum ist zwar sehr Mechaniker freundlich und im Verhältnis zum Motor großzügig bemessen aber ...




    .... im ausgebauten Zustand ist es doch einfacher daran zu schrauben.




    Nicht nur wegen den derzeitigen Temperaturen sondern auch wegen den alten Dichtungen schwitzt der Motor rundherum.




    Erstmal trockengelegt und grob gereinigt.




    Laut Differenzdrucktest sind alle 4 Zylinder im "Grünen" und ...




    ... der Kompressionstest bestätigt das auch.




    Ein Blick in die Zylinder zeigt (am fotografierten Bildschirm nicht so gut zu erkennen), dass auch die Hohnspuren noch deutlich sichtbar sind, was auch für einen gesunden Motor spricht.




    Die ersten Teile wie diverse Fahrwerksbuchsen und andere Gummiteile, so wie Verschleißteile der Zündung (Kappe, Finger, Unterbrecherkontakt usw.),

    der komplette Motordichtsatz für Kopf und Block und des weiteren Kleinteile wie Ölfilter, Keilriemen und Wassertemp.sensor liegen bereit.


    Solche Hoppalas gehören dazu, ist zwar ärgerlich weil doch ein gewisser mehr Aufwand, aber nichts was man nicht wieder hinbekommt.

    Von meiner Seite sowieso Respekt.

    Nach der letzten Reparatur des Kühlwasseranschluss hab ich erstmal nur Wasser eingefüllt und heute hab ich noch eine neue Batterie besorgt, da die Alte nach fast 2 Jahren Standzeit tot ist, obwohl ich sie zwischendurch am Ladegerät hängen hatte.




    Nach befüllen des Vergasers mit Sprit mittels Spritze, hat sich der Silberfisch wieder eigenständig bewegt und der erste Weg war Richtung "Waschplatz".




    Nass entstaubt und bereit eine Tankstelle zu besuchen um den Kraftstoff auf zu frischen.




    Nach der kurzen Ausfahrt die braune Suppe ausgelassen.

    (der Kühler hat nicht nur einen eigenen Ablass, es ist auch das Frontblech extra ausgenommen und man kann im Gegensatz zu vielen anderen Fahrzeugen das Wasser ablassen ohne herum zu pritscheln)




    Anschließend gab es noch schönes G48 gegen den Hitzkopf